Warum Yoga uns zu Kolonialherren macht
Ausgehend von der breiteren „Cultural Appropriation“-Debatte (Boxbraids, Federschmuck, Kleidungsvorfälle) ordnet der Artikel Yoga als zentralen Streitpunkt ein: Ursprünglich Teil einer strengen hinduistischen Lebensphilosophie mit Askese und Studium heiliger Schriften, wurde Yoga während der Kolonialzeit unterdrückt und erst über anglophone indische Vermittler im 19. Jahrhundert in den Westen gebracht – dort „whitewashed“ und kapitalismuskompatibel gemacht. Der Text erläutert kulturelle Aneignung als erneute koloniale Ermächtigung und diskutiert die schwierige Grenze zwischen Aneignung und Austausch (mit Bezug auf Aaliyah Jihads TED-Talk). Statt eines Verzichts auf Yoga plädiert Yogalehrerin Ronja Haberfelner für einen bewussten, ursprungsorientierten Lebensstil statt bloßem Konsum-Workout.
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